Warum gerade bei uns nicht bis November warten
Die Mecklenburgische Schweiz ist keine milde Ecke. Auf die feuchten, nebligen Herbstwochen im Oktober folgt hier oft schon Ende Oktober oder Anfang November die erste Frostnacht — gerade in den Senken um Malchin und an den Seen. Diese Kombination aus Dauerfeuchte und plötzlichem Bodenfrost ist genau das, was Mähroboter und ihre Akkus nicht mögen. Wer wartet, bis „richtig Winter" ist, hat den Roboter meist schon eine kalte Woche zu lange draußen stehen lassen. Mein Rat: Sobald das Gras kaum noch wächst und die Nächte klar und kalt werden, ist Einwinter-Zeit.
Schritt 1: Gründlich reinigen — aber ohne Hochdruck
Nach einer Saison sitzt unter dem Gehäuse ein fester Filz aus getrocknetem Rasenschnitt, Erde und Laub. Der hält Feuchtigkeit und lässt Metallteile über den Winter rosten. Kehren Sie das Gehäuse mit einer Handbürste ab, entfernen Sie den Belag rund um Messerteller und Räder mit einem Holzspatel oder einer weichen Bürste. Kein Hochdruckreiniger — der drückt Wasser in Lager, Motor und Elektronik, und dann haben Sie im Frühjahr genau den Schaden, den Sie vermeiden wollten. Ein feuchtes Tuch reicht völlig.
Schritt 2: Messer prüfen und rechtzeitig tauschen
Der Winter ist der richtige Moment für frische Klingen. Stumpfe oder angeschlagene Messer reißen das Gras eher, als dass sie es schneiden — das kostet Akkuleistung und macht braune Spitzen. Ein Satz Klingen kostet wenige Euro. Tauschen Sie sie jetzt, statt es im März zu vergessen, dann läuft der Roboter zum Saisonstart sofort sauber. Bei den kleinen Klingen-Modellen ist das eine Sache von fünf Minuten und einem Schraubendreher.
Schritt 3: Den Akku richtig über den Winter bringen
Das ist der Punkt, an dem die meisten Akkus sterben — nicht durch das Mähen, sondern durch falsche Lagerung. Ein Lithium-Akku überwintert am liebsten halb geladen (grob 40 bis 70 Prozent), nicht randvoll und auf keinen Fall komplett leer. Ein leerer Akku, der monatelang bei Kälte steht, kann so tief entladen, dass er sich nie wieder laden lässt. Laden Sie den Roboter also vor dem Einlagern auf etwa Halbstand und lagern Sie ihn kühl, aber frostfrei. Fest verbaute Akkus bleiben im Gerät — dann zählt vor allem der frostfreie Lagerort aus Schritt 5.
Der teuerste Fehler: Roboter mit leerem Akku den Winter über in der ungeheizten Gartenhütte stehen lassen. Tiefentladung plus Frost — und im Frühjahr ist der Akku hin. Ein Ersatzakku kostet je nach Modell schnell einen dreistelligen Betrag, oft ein Drittel des Gerätepreises.
Schritt 4: Ladestation abbauen oder schützen
Die Ladestation ist die empfindlichste Stelle im Außenbereich. Die Kontakte korrodieren über den Winter, wenn ständig Feuchtigkeit dranbleibt. Bauen Sie die Station ab und lagern Sie sie trocken — das ist die sauberste Lösung. Wenn Sie sie draußen lassen, decken Sie zumindest die Kontakte ab und trennen Sie das Netzteil vom Strom. Das Netzteil selbst gehört ohnehin nie dauerhaft in Nässe. Markieren Sie sich die Position der Station, damit im Frühjahr alles wieder millimetergenau passt.
Schritt 5: Ein frostfreier, trockener Lagerort
Roboter und Akku wollen über den Winter an einen Platz, der trocken ist und nicht unter null fällt — Keller, Hausflur oder Abstellraum sind ideal, die ungedämmte Blechhütte am Ende des Gartens ist es nicht. Am besten zwischen etwa 10 und 15 Grad. Stellen Sie das Gerät nicht direkt neben die Heizung und nicht in den feuchten Kellerwinkel. Wenn der Roboter erst einmal sauber und trocken ist, reicht ein Regal oder eine Ecke — Hauptsache, kein Frost und keine Nässe.
Schritt 6: Begrenzungsdraht und RTK-Station
Der klassische Begrenzungsdraht darf im Boden bleiben — er ist für den Winter gemacht. Ziehen Sie ihn bitte nicht heraus. Trennen Sie nur die Stromversorgung des Draht-Signals, wenn die Station abgebaut wird. Haben Sie ein modernes drahtloses System mit RTK-Antenne, gilt das Gleiche wie für die Ladestation: Die Antenne selbst ist meist wetterfest, aber prüfen Sie den festen Sitz und trennen Sie die Basis vom Strom. Notieren Sie sich, dass die RTK-Basis im Frühjahr an exakt derselben Stelle stehen muss — sonst stimmt die gespeicherte Karte nicht mehr, und der Roboter mäht ins Beet. Welche Technik für welchen Garten überhaupt sinnvoll ist, habe ich im Beitrag Wann sich der Profi-Einbau wirklich lohnt beschrieben.
Schritt 7: Software aktualisieren und den Frühling vormerken
Bevor der Roboter in den Winterschlaf geht, lohnt ein letztes Software-Update über die App — im Frühjahr ist der Kopf dann bei anderen Dingen. Notieren Sie sich außerdem für März: Klingen kontrollieren, Ladekontakte säubern, Station und RTK-Basis zurück an ihren Platz, Akku wieder voll laden. Wer im Herbst sauber einwintert und sich diese kurze Frühjahrsliste macht, hat den Roboter in einer Viertelstunde wieder am Laufen.
Ehrlich: Das schaffen viele selbst — und wann sich der Service lohnt
Ich sage es klar: Ein einfaches Klingen-Modell auf einem übersichtlichen Rasen können Sie mit dieser Liste problemlos selbst einwintern. Dafür brauchen Sie mich nicht. Der Wartungsservice lohnt sich in drei Fällen: wenn Sie ein hochwertiges Gerät mit RTK oder Messerteller haben, bei dem ein Fehler richtig teuer wird; wenn Sie ohnehin ein Ferien- oder Gutshaus aus der Ferne betreuen lassen und einfach niemanden vor Ort haben; oder wenn Sie den Kopf freihaben wollen und es lieber als festen Termin abgeben, an den ich denke — Einwinterung im Herbst, Startklar-Machen im Frühjahr, inklusive Klingen und Kontrolle.
Kurz gesagt: Reinigen ohne Hochdruck, Messer tauschen, Akku halb geladen und frostfrei lagern, Station schützen, Draht im Boden lassen, RTK-Position merken, Software updaten. Sieben Schritte im Oktober oder November — und der Frühling startet ohne böse Überraschung.
Wann Sie mich rufen sollten
Rufen Sie an, wenn Ihr Roboter schon in der letzten Saison Zicken gemacht hat, wenn der Akku merklich schneller leer war als früher, oder wenn Sie einfach nicht die Zeit haben, sich im Herbst darum zu kümmern. Ein Handyfoto von Gerät und Ladestation genügt für den ersten Eindruck; alles Weitere klären wir bei der kostenlosen Besichtigung mit Festpreis. Ich betreue Mähroboter im gesamten Umkreis — von Jördenstorf über Teterow und Malchin bis Güstrow — auch als fester Wartungstermin mit Foto-Bericht für Besitzer, die nicht vor Ort wohnen.
Alles rund um Mähroboter, Beregnung, Gartenbeleuchtung und Wartung finden Sie gebündelt auf der Seite Garten-Technik.
Autor: Daniel Wolff, Garten- und Landschaftsbau, Jördenstorf. Dieser Beitrag wurde mit KI-Unterstützung erstellt und fachlich geprüft. Beachten Sie im Zweifel immer die Herstellerangaben Ihres Modells.