Der Zeitplan: von der Idee bis zur Abnahme
So sieht ein Ablauf aus, der ohne Hektik funktioniert. Die Monate sind Richtwerte, denn der Winter entscheidet mit.
- November — Idee und erste Fotos: Sie überlegen, wo die Terrasse hin soll und wofür Sie sie nutzen wollen. Grillen mit der Familie, Frühstück in der Morgensonne, ein ruhiger Platz am Abend? Davon hängen Größe und Lage ab. Machen Sie Fotos und schicken Sie mir eine erste Anfrage.
- Dezember — Besichtigung und Aufmaß: Ich komme vorbei, wir gehen die Fläche gemeinsam ab, ich prüfe den Boden und vermesse das Gelände. Gerade im Winter sieht man ehrlich, wo Wasser stehen bleibt und wohin es abläuft.
- Januar — Material und Festpreis: Sie bekommen einen Plan und ein Angebot zum Festpreis. Wir schauen uns Musterplatten oder Steine an, am besten bei Tageslicht neben Ihrer Hauswand. Danach legen wir den Bautermin fest.
- Februar — Bestellen und Vorbereiten: Das Material wird bestellt, denn Naturstein hat teils Lieferzeiten von mehreren Wochen. Jetzt ist auch der Zeitpunkt, an Leerrohre für Licht oder Steckdosen zu denken. Stehen Hecke oder Sträucher im Weg, sollten sie bis Ende Februar weg sein, denn vom 1. März bis 30. September schränkt § 39 Bundesnaturschutzgesetz das Roden von Gehölzen stark ein. Für Bäume kann je nach Gemeinde zusätzlich eine Genehmigung nötig sein.
- März bis April — Bauen: Sobald der Boden frostfrei und abgetrocknet ist, geht es los: Aushub, Tragschicht, Verdichten, Bettung, Belag, Fugen. Eine normale Terrasse am Haus ist je nach Größe und Material in ein bis drei Wochen fertig.
- April bis Mai — Abnahme: Wir gehen gemeinsam über die fertige Fläche, prüfen Gefälle und Fugen und Sie bekommen Pflegehinweise. Nach den ersten Regengüssen sande ich bei Bedarf noch einmal nach.
Was im Winter vor Ort geklärt wird
Eine Terrasse sieht man von oben. Ob sie Jahrzehnte hält, entscheidet sich darunter. Bei der Besichtigung kläre ich vier Dinge.
Gefälle. Regenwasser muss vom Haus weg, sonst steht es an der Fassade oder läuft unter die Terrassentür. Üblich sind rund 2 Prozent, also etwa 2 Zentimeter auf einen Meter. Dazu gehört die Frage, wie hoch der Belag an der Türschwelle enden darf. Bei vielen alten Bauernhäusern in der Region liegt die Tür knapp über dem Gelände. Dann braucht es eine Rinne vor der Tür oder eine Lösung, die man vorher durchrechnen muss.
Untergrund. In der Mecklenburgischen Schweiz liegt auf den Kuppen oft sandiger Boden, in den Senken schwerer Lehm, manchmal auf demselben Grundstück. Sand lässt Wasser gut durch, muss aber sauber verdichtet werden. Lehm hält Wasser fest, wird bei Frost unruhig und braucht deshalb eine kräftigere Tragschicht aus Schotter und manchmal eine Drainage. Wie Sie Ihren Boden selbst mit dem Spaten einschätzen, steht im Beitrag Bäume pflanzen im Herbst: Welche Arten in der Mecklenburgischen Schweiz auf Sand und Lehm wachsen.
Entwässerung. Wohin geht das Wasser, wenn es von der Terrasse läuft? In den Rasen, in ein Beet, in eine Rinne mit Anschluss? Auf Lehm reicht der Rasen dafür oft nicht aus.
Ausrichtung. Wo steht die Sonne um acht Uhr morgens und um sieben Uhr abends? Wo kommt der Wind her? Bei uns weht er meist aus West bis Südwest, und auf freien Grundstücken merkt man das am Abend deutlich. Manchmal ist der Platz neben dem Haus besser als der direkt vor der Tür.
Für das Aufmaß nutze ich eine Totalstation, also ein elektronisches Vermessungsgerät, wie es auch Vermessungsbüros verwenden. Damit erfasse ich Höhen und Längen auf den Zentimeter und zeichne daraus einen Plan am Computer (CAD). Das hat zwei Vorteile für Sie: Gefälle und Anschlusshöhen stehen vor dem ersten Spatenstich fest, und die Mengen für das Angebot sind gemessen statt geschätzt. Genau deshalb kann ich einen Festpreis nennen, der hält.
Zum Merken: Der Winter ist zum Messen und Entscheiden da, das Frühjahr zum Bauen. Wer im März erst anfragt, plant, während andere schon bauen.
Naturstein, Pflaster oder Holz?
Naturstein ist die langlebigste Wahl, und hier in der Region auch die passendste. Feldsteinmauern, Granit-Kopfsteinpflaster aus alten Dorfstraßen und Backstein prägen unsere Höfe seit Jahrhunderten. Eine Terrasse aus Granit oder gebrauchtem Großpflaster passt zu diesen Häusern, als hätte sie schon immer dort gelegen. Viele dieser Steine sind schon einmal verbaut worden und kommen aus der Gegend, statt um die halbe Welt gefahren zu werden. Naturstein ist in der Anschaffung meist teurer, hält aber Generationen und sieht mit den Jahren besser aus.
Betonpflaster und Platten sind günstiger, gleichmäßig und schnell verlegt. Für eine schlichte, ebene Fläche am Neubau ist das eine ehrliche Lösung. Auch Keramikplatten sind möglich, sie sind pflegeleicht, brauchen aber eine sehr genaue Verlegung. Gutes Betonpflaster hält viele Jahre, wird aber mit der Zeit nicht schöner.
Holz fühlt sich barfuß am angenehmsten an. Es braucht aber regelmäßige Pflege und hält bei Lärche oder Douglasie je nach Bauweise etwa zehn bis fünfzehn Jahre. Auf feuchtem Lehm und im Schatten wird es schnell grün und rutschig. Dort rate ich eher zu Stein.
Warum Frühbucher die besseren Termine bekommen
Das ist keine Verkaufsmasche, sondern Kalender. Ich bin ein Ein-Mann-Betrieb mit Verstärkung nach Bedarf. Im Frühjahr wollen alle gleichzeitig ihre Terrasse, ihren Weg und ihren Mähroboter. Die Wochen zwischen März und Mai sind deshalb schnell vergeben. Wer im Winter zusagt, sucht sich seinen Termin aus. Wer im April anfragt, nimmt, was übrig ist, und das ist oft erst der Sommer. Dazu kommt das Material: Ist es im Februar bestellt, liegt es bereit, wenn das Wetter passt.
Was Sie selbst vorbereiten können
Für vieles brauchen Sie mich nicht. Wenn Sie das hier erledigen, wird die Besichtigung kürzer und das Angebot genauer:
- Wunschmaße festlegen: Stellen Sie Gartentisch und Stühle dorthin, wo die Terrasse hin soll, und laufen Sie einmal drumherum. Für einen Tisch mit sechs Stühlen sollten Sie mit etwa drei mal vier Metern rechnen, damit man bequem aufstehen kann. Stecken Sie die Fläche mit Pflöcken und Schnur ab.
- Fotos machen: einmal von der Tür in den Garten, einmal vom Garten zum Haus, dazu die Türschwelle von nah. Am besten auch ein Foto nach einem kräftigen Regen.
- Überdachung früh klären: Soll später ein Dach oder eine Markise über die Terrasse, fragen Sie vorher beim Bauamt nach. In Mecklenburg-Vorpommern sind kleinere Terrassenüberdachungen nach der Landesbauordnung oft verfahrensfrei, aber Bebauungsplan, Grenzabstand oder Denkmalschutz können etwas anderes verlangen. Zuständig ist Ihr Amt oder das Bauamt des Landkreises. Wichtig für mich: Wo später Pfosten stehen, plane ich gleich die Fundamente ein.
- Wünsche sammeln: Licht, Steckdose, Wasseranschluss, Hochbeet am Rand? Kabel und Leerrohre gehören unter den Belag, nicht nachträglich darüber.
Mehr zu Terrassen, Wegen, Feldsteinmauern und Pflanzflächen finden Sie auf der Seite Garten-Bau.
Kurz gesagt: November Idee und Fotos, Dezember Besichtigung und Aufmaß, Januar Material und Festpreis, Februar bestellen, ab März bauen, im Mai abnehmen. Im Winter klären wir Gefälle, Untergrund, Entwässerung und Ausrichtung. Naturstein ist die langlebigste und regional passendste Wahl, Pflaster die günstige, Holz die pflegeintensive. Wer früh zusagt, bekommt seinen Wunschtermin.
Ihr nächster Schritt
Schicken Sie mir ein Foto Ihres Gartens mit der Stelle, an der die Terrasse entstehen soll, ob in Teterow, Malchin, Güstrow, Laage oder Dargun. Ich melde mich mit einer ersten Einschätzung und komme auf Wunsch kostenlos zum Aufmaß vorbei. Danach bekommen Sie einen Festpreis und einen festen Termin für das Frühjahr.
Autor: Daniel Wolff, Garten- und Landschaftsbau, Jördenstorf. Dieser Beitrag wurde mit KI-Unterstützung erstellt. Die Hinweise zu Genehmigungen ersetzen keine rechtliche Beratung; maßgeblich sind die Vorgaben Ihres Bauamts und ein gültiger Bebauungsplan.